Pädagogisch wertvolles Spielzeug. Früher war alles besser?

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Der Traum aller Eltern? Fieses und lautes Spielzeug, dass unglaublich ekelhafte Geräusche abgibt und unsere Kinder zu süchtigen Nerds werden lässt. Das fängt schon im Krabbelalter an. Der mit-krabbelnde Teddy spricht mit deinem Kind und ermutigt es sich fortzubewegen. Schon bei dem Gedanken läuft es mir kalt den Rücken runter.
Bei uns gab und gibt es den Deal, dass das Kalinchen keine Spielsachen bekommt, die mit Batterien laufen oder mich in den Wahnsinn treiben. Es gibt mittlerweile eine Ausnahme, zu Weihnachten brachte das Christkind eine V-Tech Kamera, die allerdings auch Hörspiele abspielen kann und uns lange Autofahrten erleichtert. Um das Kind nicht vollkommen zu überfordern, gibt es eine Elternsperre für die Spielzeit. Zusätzlich gibt es bei uns immer eine klare Absprache zur Benutzung. Das klappt super und das Kalinchen freut sich jedes Mal wie Bolle, wenn sie Kamerazeit hat. Solange sie sich noch über Kleinigkeiten freut, werden wir dieses Konzept so weiterführen. Es gibt für mich nichts schlimmeres, als Kinder, die ohne das Handy der Mutter kleine Wartezeiten nicht überbrücken können. Hab ich letztes beim Arzt erlebt und mich unglaublich fremd geschämt. Natürlich nörgelt auch mein Kind, sie ist aber und der Lage sich mit Büchern, Zeitungen oder anderen Dingen zu beschäftigen. Wir spielen dann ich sehe was, was du nicht siehst oder wir machen Wortspiele. Der Junge aus dem Arztzimmer diskutierte erst ewig mit seiner Mutter und spielte dann, natürlich mit vollem Sound, irgendein Ballerspiel und kommentierte das auch noch. Ich hab bestimmt bis 99 gezählt und wurde dann aufgerufen. Diese Vorstellung hat mir noch einmal gezeigt, wie wichtig eine angemessen Medienerziehung ist.

Lego, Playmobil und co

Nach wie vor sitzt das Kalinchen fast jeden Nachmittag auf dem Fußboden und baut Lego oder Playmobil. Sie liebt es frei zu spielen und sich mit den Bauteilen neue Werke auszudenken. Ich finde es ganz wichtig, dass sie das kann. Darum haben wir das schon sehr früh gefördert und ihr bewusst Duplo zum ersten Geburtstag geschenkt. Mittlerweile baut sie Flugzeuge, Familienhäuser und liebt den Playmobil Bauernhof von meiner Schwester. Da sie den vererbt bekommen hat, bin ich bei dem ganzen Plastik in der Wohnung entspannt. Immerhin macht Playmobil keine fiesen Geräusche.

Brio-Bahn

Für die neue Wohnung sollte dann aber doch was Neues her. Gerne hätte ich Kapla Steine gehabt , der Mann des Hauses fand die BrioBahn aber besser. Und so zogen die ersten Brio Schienen und Züge bei Familie Raufuss ein. Als Kind war ich ja großer Fan und mein Papi und ich mussten immer große und gefährliche Strecken bauen. Und Brio ist ja so schön erweiterbar. Ich vermute fast, dass es so ausartet wie mit den Lego Steinen. Es gibt aber schlimmeres. Handysüchtige Nerds zum Beispiel.

Allerdings hätte ich nicht damit gerechnet, dass der Mann seinen kompletten Samstag mit dem Kind auf dem Fußboden verbringen würde und die Beiden in einen regelrechten Wahn verfallen sind. Hauptaussagen des Kindes an dem Tag: „Mama, wir brauchen mehr Schienen. Sonst können wir gar nicht bis in den Flur und die Küche bauen.“ Ja, ähm ok. Der Mann schloss sich der Meinung des Kindes an und meine Aufgabe ist nun die Beschaffung von weiteren Schienen.

Da ist der Plan wohl aufgegangen. Das Kalinchen zieht die Brio-Bahn der Kamera vor und spielt lieber zehn Minuten vor dem Essen mit ihren Bausachen, als eine Folge auf Netflix zu fordern. Die Kreativität, die sie in ihrem Spiel entwickelt ist für ihre Entwicklung so ungemein wichtig und für mich ist die Förderung an erster Stelle.

Wie macht ihr das denn? Macht ihr euch Gedanken über das Spielzeug eurer Kinder?

 

Dieser Beitrag entstand zusammen mit Brio, ich bin aber trotzdem Fan und war es als Kind auch schon!

3 Kommentare zu “Pädagogisch wertvolles Spielzeug. Früher war alles besser?

  1. Bei uns gibt es kein Spielzeug, was blinkt, spricht oder singt. Bekommen die Kinder solches geschenkt, lasse ich es ganz schnell und unauffällig verschwinden. Vermisst wird es nie!
    Kapla-Steine, die Brio-Bahn und Playmobil werden bei uns bevorzugt bespielt.

  2. Man kann nicht wirklich dagegen steuern.
    Meine Erfahrung ist die, dass es dem Kind viel wichtiger ist das Elemente bewegt werden können, wie z. B. Kran, Leiter, Seilzug… und selber bauen zu können.
    Gut, wenn es Sound hat, dann ist das so. Wenn nicht, macht das Kind sich den Sound – die sind kreativ.
    Brio hat aber auch Sound bei einigen Fahrzeugen eingebaut 🙂
    Wir lieben Brio – auch ohne Sound!

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