„Ich will ein Piratenzimmer, ein Mädchenzimmer und ein geheimes Zimmer“

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Als der Umzug ins Haus stand, wälzten das Kind und ich sämtliche Einrichtungskataloge, Mutti legte Pinterest Boards an und das Kind änderte ihre Meinung täglich. Mal sollten die Wände schwarz werden, mal grün, mal Einhornrosa und mal weiß bleiben. Ein anderes Mal wollte sie unbedingt ein Hochbett, dann ein Rennwagen-Bett und dann wieder nur eine Matratze. Die Wünsche und Ideen waren zwischendurch sogar ziemlich witzig. Mein persönliches Highlight war das Dschungelzimmer mit echten gefährlichen Tieren. Ja ne, is klar, echte Dschungeltiere in meiner Wohnung. Da wir für die neue Wohnung, bis auf den Kleiderschrank, alle Möbel neu kaufen mussten, machte ich mich alleine auf ins Möbelhaus. So ein richtiger Mama-Tag. Mit viel Kaffee, lauter Musik auf den Ohren, Teelichtern und einer langen Liste an Dingen, die wir natürlich unbedingt käuflich erwerben mussten. Der Mann ist seit dem Umzug übrigens davon überzeugt, dass wir einen Großteil der Anteile vom schwedischen Möbelhaus besitzen.

Nachdem ich die Möbel ausgesucht hatte, mussten wir uns der Zimmerfarbe wieder nähern. Immer wieder sprachen wir von einem dunklen Rosa, einer Art altrosa. Da ich aber im Herbst mein altes Zimmer noch in grau strich, wollte das Kind auch etwas „ganz dunkles und geheimnisvolles“. Wie das ganze ausging? Ich strich in einer Nacht und Nebel Aktion eine Wand in dem gewünschten Einhornrosa. Das war vorher so abgesprochen und für das Kind, nachdem ich er erklärte, dass schwarz NIEMALS in Frage kommen würden, ein guter Kompromiss. Nachdem ich müde und völlig ko in mein Bett fiel und mit dem Ergebnis sehr zufrieden war, war dieses Einhornrosa wohl das SCHLIMMSTE überhaupt für das Kind. Als sie in ihr Zimmer lief, hatte ich das Gefühl, dass die Außenwände jeden Moment zusammenbrechen würden. Das Kind lag auf dem Boden, heulte, erklärte mir wie schlimm „Mädchenfarben“ sind und packte ihre Sieben Sachen, um für immer wegzuziehen.

Was macht die liebevolle Mama?
Sie streicht das Zimmer in einer weiteren nächtlichen Aktion wieder weiß und erklärt die Wände der neuen Wohnung „nicht streichbar“. Hier bleibt es weiß und gut. Jetzt hat sie sich „echt krasse“ Poster ausgesucht und nach und nach ziehen farbenfrohe Details in ihr Zimmer.

Ihre CDS hat sie am Bett stehen, so kann sie jeden Abend selber aussuchen, was sie zum Einschlafen hören möchte. Das kleine Haus finde ich ziemlich niedlich, ursprünglich sollte es mal an die Wand. Aber neben dem Bett gefällt es mir auch sehr gut. Nachts steht da auch immer ein kleiner Becher, damit das arme Kind nicht verdurstet. Ohne Becher gibt es hier abends den oben beschriebenen Anfall. 

Erinnert ihr euch an meine Umzugsbeschreibung? Wir sind mit ca. 3456 Kuscheltiere umgezogen. Ernsthaft, so viele Kuscheltiere kann niemand besitzen. Damit das Kind im großen Bett auch Platz zum Schlafen hat, sortieren wir jeden Abend eine bestimmte Anzahl zurück in den „Dino-Sack“. Auch hier musste es ein Dinosaurier sein, der ist nämlich gefährlich und hat nichts mit Mädchensachen zu tun. Das Kind weiß ziemlich genau was es will und was nicht.

Nach und nach wird es endlich fertig. Der Schreibtisch ist noch nicht optimal ausgestattet, ich suche noch nach einem kleinen Wagen, um die Stifte und unterschiedlichen Bastelmaterialien zu sortieren. Wer da einen guten Tipp hat, ich freue mich über Mails und Ideen.

Ich bin auf eure Mails gespannt!

FrauRaufuss

Die Farben sind von Alpina (Alpina Farbenfreunde) und ich finde die Deckkraft wirklich spitze. Mein altes Zimmer mussten wir, nach dem grauen Anstrich, nur einmal streichen und es war wieder weiß. Die Häuser sind von Tausendkind und bekommen hier fast jede Woche neue Aufgaben. Der „Dinosack“ wird heiß geliebt und ich liebäugle schon mit weiteren dieser schönen Körbe fürs Wohnzimmer. Und der Becher ist natürlich von Rice. Diese Becher sind fast immer Schuld an Diskussionen mit dem Mann, er meint nämlich wir haben genug dieser Becher. Aber kann man jemals genug haben?

4 Kommentare zu “„Ich will ein Piratenzimmer, ein Mädchenzimmer und ein geheimes Zimmer“

  1. Ein Traum! Ich hab hier auch ein Dinomädchen. Rosa geht aber trotzdem 😀 Jetzt wüsste ich aber noch zu gerne woher dieses Dinobild ist?

  2. Großartig!!! Das wäre auch was für meine Mädels. Wir haben übrigens den Ikea Servierwagen Raskog im Zimmer. Der ist super um Stifte, Blätter und was sonst noch so rumliegt nett und praktisch zu verstauen!

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