FrauRaufuss reist

Ich sitze im Zug, bin auf dem Weg zu einem Termin in Düsseldorf mit Tina von der Diakonie Düsseldorf.

Auf dem Hinweg lerne ich eine Mutter und ihre kleine Tochter kennen. Wir unterhalten uns 90 Minuten über Flüchtlinge, Deutschland und das Leben was wir führen. Sie ist tief betroffen von der Situation in Deutschland und hört interessant zu, als ich ihr von #bloggerfuerfluechtlinge und dem #trainofhope erzähle.

Ich weiss nicht, was mich gleich erwartet. Ich bin ein bisschen aufgeregt und freue mich sehr auf das, was extra für mich organisiert wurde. Meine Infos sagen mir, dass eine Gruppe von Jugendlichen Flüchtlingen gleich einen Tanz für mich aufführen wird und, dass Tina mir wichtige Informationen der Organisation zukommen lassen möchte.

Stunden später sitze ich wieder im Zug. Natürlich mit einem Zugausfall und einigen Verspätungen. Mein Handy Akku ist alle und ich bin müde. Aber glücklich. Das was ich heute erfahren durfte ist einfach wunderbar.

Tina arbeitet bei der Diakonie Düsseldorf und ist verantwortlich für sämtliche Spenden der Diakonie. Ihr Herzblut liegt allerdings bei den Flüchtlingen. Und das merkt man.

Tina holt mich am Bahnhof ab und bringt mich zu den Räumlichkeiten vom Jugendmigrationsdienst. Wir gehen in einen Nebenraum und dort erwarten mich zunächst 12 Jugendliche. Die Tanzgruppe Miapata besteht normal aus 25-30 Jugendlichen. Diese Kids setzen sich aus 11 Nationen zusammen. Miapata bedeutet so viel wie „wir halten zusammen“. Diesen Zusammenhalt spürt man in den ersten Sekunden sofort. Tina erzählt mir, dass die Gruppe in der letzten Woche in Berlin vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend eingeladen wurde.  Extra für den Tag der offenen Tür hatten sie neue Stücke einprobiert.
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Miapata ist mehr als eine Tanzgruppe. Hier sind Farbige und Weiße mit Körperbeeinträchtigten zusammen. Es wird gelacht, es wird deutsch gesprochen und es wird getanzt. Talente werden gefördert und bekommen neue Aufgaben. So darf einer der Jungs in den Herbstferien mit Tanzlehrerin Gizella Hartmann Kurse in Flüchtlingsheimen geben.

#bloggerfuerfluechtlinge hat dieses wunderbare Organisation finanziell mit Spenden unterstützt. Von dem Geld können die Jugendlichen nun weitere Monate trainieren. Für Auftritte, Bühnenelemente und Techniker wird ebenfalls Geld gebraucht.

Die Diakonie Düsseldorf hat neben diesem Tanzprojekt noch weitere Aktionen laufen. Tina berichtet mir von Lerngruppen, in denen zusammen gekocht und gelernt wird. Das Erledigen der Hausaufgaben steht an erster Stelle und wird von qualifizierten Helfern begleitet. Zusätzlich bieten diese Lernorte in den Ferien Raum für Aktivitäten und das Gemeinsame Lernen.

Die Diakonie unterstützt zusätzlich 48 Flüchtlingsunterkünfte in Düsseldorf mit dem Nötigsten. Das können Buggys und Kinderwagen für junge Mütter sein. Neugeborenen Pakete für frischgebackene Eltern mit Windeln, Schnullern und einem kleinen Schnuffeltier. Oder aber Material für gemeinsame Lern und Bastelaktivitäten.

Nach dem Besuch bin ich mit Informationen zugepackt. Lange denke ich über das nach, was Tina und ihre Kollegin mir erzählt haben. Die Diakonie ist auf jeden Cent an Spenden angewiesen. Honorarkräfte werden ebenfalls durch Spendengelder finanziert, diese sind enorm wichtig um aktiv vor Ort zu helfen. Sachspenden sind genug vorhanden, es fehlt aber weiterhin an den oben aufgelisteten Dingen. Daher sind finanzielle Mittel als Spende unumgänglich.

Als ich nachts zu Hause ankomme, sprudelt es aus mir raus. Ich bin beeindruckt von den Jugendlichen und von dem, was die Gruppe auf die Beine gestellt hat. Bei dem Gedanken, dass wir als #bloggerfuerfluechtlinge dafür gesorgt haben, dass dieses Projekt weiterhin finanziert werden kann, muss ich lächeln. Ich bin Stolz und Dankbar dafür, dass wir diese Organisation unterstützt haben! Sie haben wirklich jeden Cent für ihre wundervolle Arbeit verdient!

Eure

FrauRaufuss

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